Arnis ist klein, mit
runden 350 Einwohnern sogar die kleinste Stadt Deutschlands. Doch
wirkt das ehemalige Eiland an der Schlei, einem 35 Kilometer langen Meeresarm der Ostee, als etwas Besonderes. Denn "Arnis ist ein gesunder Ort. Aufallend ist die große Anzahl der hier lebenden alten Leute. In den letzten Jahren ist Arnis als schöne Sommerfrische immer mehr bekannt und aufgesucht worden". So heißt es 1844. Und bis heute ist das Städtchen ein Paradies für Wassersportler und Erholungssuchende jenseits des Massentourismus.
Ehemals eine Insel, im 18. Jahrhundert mit dem Land verbunden, liegt
Arnis, das seit 1934 die Stadtrechte genießt, in einer idyllischen
Lage an der Schlei, die einst als wichtiger Handelsweg das "Tor zur Ostsee
" stellte. Diese ist in nur etwa 15 Autominuten zu
erreichen. Im wesentlichen besteht die heutige Halbinsel, die seit
1666 bewohnt ist, aus einer einzigen, beidseitig bebauten und von
Linden gesäumten Straße. Die Gärten
hinter den Häusern
fallen auf beiden Seiten sanft zum Wasser hin ab. Die "Lange
Straße" (1-91) erstreckt sich mit ihren unter Naturschutz
stehenden Linden fast über die gesamte Länge der Stadt.
Ortsprägend sind auch die kleinen, eng aneinander gereihten
Häuser, die zum Teil noch aus Fachwerkbauten bestehen und mit
ihren Vorbauten, den so genannten "Utluchten", die die
"Lange Straße" so charakteristisch machen.
Den hohen Erholungswert bezieht Arnis vor allen Dingen aus seiner
ruhigen und idyllischen Lage, den vielfältigen Wassersportmöglichkeiten,
den pastoralen Wander-, Fahrradwegen rund um den Ort und das umliegende Land
und nicht zuletzt wegen der familiengerechten Freibadeanstalt.
Ideal ist auch das besondere "Verkehrskonzept", so dass
im "gesamten Stadtbereich (drei Straßen)" Parkraum
nur für Anwohner zur Verfügung steht. (Die Gäste
der Ferienwohnungen der Familie Schock haben jedoch die bequeme
Möglichkeit, zum Ein- und Ausladen des Gepäcks die Autos
auf einem eigens dafür vorgesehenen Hof abzustellen). Radfahrer und Fußgänger
können das malerische Städtchen somit in aller Ruhe genießen.
Natürlich können Benutzer der Schleifähre (max. 16t)
frei durchfahren. Unmittelbar vor der Stadtgrenze finden Besucher
den kostenlosen Parkplatz
"Neuer Damm". Nach eigenen Angaben ist kein Ort in Arnis
weiter als 500 m von diesem Parkplatze entfernt.
Die Schifferkirche, ein Fachwerkbau
aus dem Jahre 1669, erhebt sich im Südwesten am Ende des Ortes
auf dem baumbestandenen Kirchhofshügel. Das im wesentlichen
schlicht gehaltene Innere der Kirche erhält seinen beson-deren
Schmuck durch die Kanzel, die der Legende nach einst bei einer Sturmflut
angeschwemmt wurde und eine Inschrift von 1573 trägt, sowie
den alten Votivschiffen, die von der Decke herabhängen.
Auf dem Wanderweg
, der Rund um die Stadt und direkt am
Wasser verläuft (30 min.), gelangt man zum kostenlosen
Badestrand und hat auch Anschluss an andere Wege entlang der Schlei.
So ist das Spazierengehen erfrischender und naturbezogener Bestandteil
eines jeden Aufenthaltes in Arnis, das zu jeder Jahreszeit seine
eigenen Reize aufweist. Klar und herbe sind Winter und Frühjahr,
während der Sommer zu Wassersport und Baden in der Schlei und
Ostsee einlädt.
Einkaufsmöglichkeiten sind z.T. im Ort vorhanden. Ein Bäcker
bietet auch am Sonntag frische Backwaren und weitere diverse Kleinigkeiten
an. Jeden Freitag ist in Arnis Wochenmarkt. Das bedeutet insgesamt
jedoch nicht, dass Arnis unter versorgungstechnischen Engpässen
zu leiden hätte, da die Arnisser Restaurants , besonders die
"Schleiperle",
eine hervorragende Küche mit freundlicher Bedienung haben und
die nächst größere Stadt, Kappeln, nur ungefähr
zwei Meilen schleiabwärts liegt. Kappeln
hat
mit seinen nur knapp achttausend Einwohner einen nicht weniger ursprünglichen
Charakter als Arnis.
Beide Städte sind, wie auch andere Orte an der Schlei, des
öfteren Kulisse für Fernsehproduktionen, insbesondere
der seit Jahren erfolgreichen ZDF-Serie "Der Landarzt ".
Von Kappeln aus besteht die Möglichkeit, mit Hochseeangelkuttern
auf die Ostsee zu fahren.